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Samstag, 2. Mai 2015

Gelesen: "Gott, du kannst ein Arsch sein"

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich mir meine Lese-Tipps oft in einer Facebookgruppe hole. Vor einigen Wochen wurde ich auf das folgende Buch aufmerksam

„Gott, du kannst ein Arsch sein - Stefanies letzte 296 Tage"

Zum Inhalt des Buches
Provokant, natürlich und unzensiert. Ehrliche Worte einer jungen Rebellin wurden zum Titel ihres Buches. Stefanie erfährt wenige Wochen nach ihrem 16. Geburtstag, dass sie in 6-12 Monaten sterben wird. Von nun an rechnet sie ihre Zeit runter, ohne das genaue Enddatum zu kennen und merkt, wie bedeutend die Selbstverständlichkeit des Lebens ist. Das Buch ist eine hoch emotionale Reise durch 296 Tage voller Liebe, Enttäuschungen, Hass, Wut und Rebellion. Es weckt neuen Lebensgeist und gibt einen tiefen und realen Einblick in das Sterben. 

Ich habe ausnahmsweise einmal den Text auf der Rückseite des Buches verwendet, denn besser kann man dieses Buch nicht  mit Worten beschreiben. Normalerweise verfasse ich den Inhalt ja auch in meine eigenen Worten.

Mein Eindruck
Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden um das auszudrücken, was ich beim Lesen empfunden habe und auch in Nachhinein empfinde.

Der Schreibstil ist so, wie man es bei einem Teenager vermutet, einfach, ehrlich und ohne großes Fachwissen besitzen zu müssen.

Krebs ist eine Krankheit die schon schlimm genug ist, in vielen Fällen ist die Medizin ja schon soweit, dass bestimmte Krebsarten "geheilt" werden können. Wenn man jedoch erfährt, dass man nur noch eine begrenzte Zeit vor sich hat, das würde denke ich mal den stärksten Kerl umhauen.

Stefanie bekommt ihre Diagnose mit 16. Wenn ich so zurück denke, was für Träume, Wünsche und Hoffnungen ich in diesem Alter hatte ... der Gedanke an den eigenen Tod war ganz weit weg.

Wer in diesem Buch einen medizinischen Ratgeber oder Seitenlanges Jammern erwartet , der ist völlig verkehrt. In diesem Buch lässt uns Stefanie an ihrem Leben mit der Krankheit teilhaben. Sie berichtet über ihr körperliches Befinden und gewährt dem Leser einen Einblick in ihre Gedankenwelt. So nimmt man Teil an dem unsichtbaren Band zwischen Stefanie und ihrer jüngeren Schwester Lola, der starken Bindung zu Luna - Stefanies Pferd, einer Entscheidung aus Liebe ...

Dieses Buch hat mich emotional extremst bewegt. Ich habe mit Stefanie gelitten, gelacht und geweint. Am ende des Buches wurde mir bewusst , wie sinnlos wir unsere Tage oftmals verstreichen lassen. Jeder einzelne Tag - und sei er noch so schlecht- ist kostbar. 

Info zum Autor (dem Buch entnommen)
Frank Pape hat vier Kinder und arbeitet seit vielen Jahren in der Präventions- und Jugendarbeit sowie als Feuerwehrmann und Notfallseelsorger in der Akutbetreuung. ehrenamtlich engagiert er sich aktiv in der Hospizarbeit und der Begleitung sterbender Patienten

Der Autor sagt selbst:
"Ich will, dass ihr lacht, dass es weh tut, dass ihr das Leben spürt."

Wenn ihr dieses Buch gelesen habt, dann würde ich mich über Eure Eindrücke sehr freuen. Diese könnt ihr direkt hier, auf der Facebookseite  oder auf der Webseite hinterlassen. 

2 Kommentare:

  1. Huhu

    habe deinen Blog gerade entdeckt und bin gleich mal Leserin geworden! :-)
    Über einen Besuch auf meinem Blog www.lovinbooks4ever.blogspot.de würde ich mich riesig freuen!
    Vielleicht gefällt dir mein Blog sogar?!

    Liebste Grüße

    Sonja

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    1. Hallo Sonja,

      vielen Dank, dass du nun auch ein Leser von mir bist. Bin natürich gleich direkt zum Gegenbesuch unterwegs.

      Liebe Grüße
      Darkage

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