Donnerstag, 23. Februar 2012

Wie hast du deine Kindheit überlebt?

Wenn du deine Kindheit in den 50er, 60er oder 70er Jahren verbracht hast, dann ist rückblickend kaum zu glauben, dass du sie überlebt hast.

Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei u. Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke waren ohne Kindersicherung zu öffnen, genauso wie die Putzmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen. Fahrradhelme gab es nicht Zu Weihnachten brannten richtige Kerzen auf dem Christbaum.

Wir verließen morgens das Haus zum Spielen und mussten erst zu Hause sein wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Mobiltelefon dabei!
Wir schnitten uns, wir brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte schuld, außer wir selbst. Keiner fragte nach Aufsichtspflicht. Wir kämpften miteinander und wir schlugen uns blau. Es interessierte die Erwachsenen nicht.

Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo64, X-Box, 50 Fernsehkanäle, Filme auf DVD, eigene Fernseher, Computer, Internet. Wir hatten Freunde. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten zu deren Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln, sondern gingen
einfach hinein. Ohne einen Termin ausgemacht zu haben und meist ohne Wissen der Eltern.
Keiner brachte uns hin und keiner holte uns ab. Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken u. Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöckchen stachen wir uns nicht die Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen wer gut war. Wer nicht gut war musste lernen mit Enttäuschungen klar zukommen. Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und mussten Klassen wiederholen. Aber das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.

Was wir anstellten hatte manchmal Konsequenzen. Und keiner konnte sich verstecken.Wenn einer gegen ein Gesetz verstieß, dann war klar das die Eltern ihn nicht aus dem Schlamassel heraushauen würden. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei. Sowas aber auch!

Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und risikobereiten Erfindern hervorgebracht. Wir hatten Freiheit und Verantwortung, Erfolg und Misserfolg. Wir haben gelernt damit umzugehen.

Diesen Text find ich einfach nur klasse (leider ist mir der Verfasser nicht bekannt). Wir hatten im Gegensatz zu den Kids heute nicht soviel bzw. kaum Technik, aber wir haben dennoch immer wieder Spass gehabt.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Rasmus Seebach - ein Sänger aus Dänemark

Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf Rasmus Seebach gestossen. Das erste Lied was ich von diesem soch recht gut aussehenden Sängers gehört habe, war "Engel".



Dieses Lied ist zwar auf dänisch gesungen, aber es ist trotzdem wunderschön. Kurz darauf bekam ich durch das Internet mit, dass es genau von diesem Lied auch jetzt die englische Variante gibt, also "Angel". Auch diese Version ist traumhaft. Rasmus Seebach hat eine wunderbare, softe und warme Stimme und mir ist es egal ob dänisch oder englisch, mir gefallen die Lieder einfach alle :-)

Hier seht und hört ihr nun das Lied, mit dem Rasmus Seebach aktuell in den German TOP 100 Single-Charts vertreten ist.



Ich würde mich über euer Feedback freuen!!!

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Bevor ich Mama wurde,...

Bevor ich Mama wurde,...
...
stolperte ich nie über Spielzeug oder
vergaß den Text eines Gute-Nacht-Liedes.
Ich machte mir keine Sorgen darüber,
ob meine Pflanzen giftig sind oder nicht.
Ich machte mir nie Gedanken übers Impfen.

Bevor ich Mama wurde,...
...
hat mich nie jemand vollgekotzt,
vollgeschissen, angenagt oder vollgepieselt.
Ich war im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte.
Ich schlief jede Nacht durch.

Bevor ich Mama wurde,...
...
mußte ich nie ein schreiendes Kind festhalten,
damit Ärzte es untersuchen können
oder ihm eine Spritze geben.
Ich hatte nie in tränenüberströmte Augen
gesehen und dann selbst angefangen zu weinen.
Ich war nie überglücklich über ein einfaches Grinsen.
Ich saß nie zu später Stunde wach, nur um
einem Baby beim Schlafen zuzusehen.

Bevor ich Mama wurde,...
...
hielt ich nie ein Baby im Arm
und wollte es einfach nicht ins Bett legen.
Ich kannte nicht das Gefühl,
daß mein Herz in tausend Stücke zerbricht,
wenn ich den Schmerz nicht stoppen kann.
Ich wußte nicht, daß etwas so Kleines
mein Leben so stark beeinflussen kann.
Ich wußte nicht, daß ich jemanden so lieben kann.
Ich wußte nicht, wie sehr ich es lieben würde,
Mama zu sein.

Bevor ich Mama wurde,...
...
kannte ich das Gefühl nicht,
wenn mein Herz außerhalb meines Körpers ist.
Ich wußte nicht, wie toll es sich anfühlt,
ein hungriges Baby zu füttern.
Ich kannte nicht diese Bande
zwischen einer Mutter und ihrem Kind.
Ich wußte nicht, daß ich mich durch so etwas Kleines
so wichtig und glücklich fühlen kann.

Bevor ich Mama wurde,...
...
stand ich nie mitten in der Nacht alle 10
Minuten auf, um zu sehen, ob alles ok ist.
Ich kannte nicht die Wärme, die Freude, die
Liebe, den Herzschmerz, das Erstaunen und
die Befriedigung des Mutterseins.
Ich wußte nicht, daß ich fähig bin, so viel
zu fühlen...

... bevor ich Mama wurde.

Ich habe leider keine Ahnung wer der Verfasser dieser Zeilen ist, aber ich fand es so schön, dass ich es Euch hier nicht vorenthalten wollte.