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Dienstag, 18. Oktober 2011

Immer schön locker bleiben .... :-)

Der folgende Bericht wurde von mir unter meinem alten Nick bereits am 25.10.2010 veröffentlicht:

Auch wenn wir bereits einige Spiele hier im Schrank stehen haben, so bin ich doch zwischendurch auf der Suche nach etwas neuen bzw. etwas "Besonderem". Bei meiner letzten Suche ging es mir allerdings auch hauptsächlich eher um Spiele, die man bereits ab 2 Spielern spielen kann. Nicht immer hat die ganze Familie Zeit und Lust gemeinsam eine Spielrunde einzulegen und so kann ich auch einfach mal so zwischendurch mit unserem "Jüngsten" gemütlich eine Runde hinlegen. Bei meiner Suche probierte ich natürlich die unterschiedlichsten Suchbegriffe mit aus und da ich ja ein bekennender Anhänger der Stadt Köln bin, war dieses auch einer der zu suchenden Begriffe. Ich war über das Ergebnis mit diesem Suchwort sehr überrascht und wurde so auch auf das Spiel "Bleib locker! XXL Köln" aufmerksam.



Dieser Bericht ist in insgesamt 8 Abschnitte gegliedert, die themenübersicht dieser Aufteilungen könnt ihr der nachstehenden Auflistung entnehmen.
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1. Allgemeine Infos zum Spiel und zum Hersteller
2. Zubehör
3. Aussehen des Spielplans
4. Spielablauf
5. Spielziel
6. Besonderheiten im Spiel
7. Meine Meinung
8. Infos zur Herkunft des Spielklassikers

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1. Allgemeine Infos zum Spiel und zum Hersteller

Das Spiel ist eine "Sonderproduktion" aus dem Hause atregio®. Da mir dieser Name so rein gar nicht sagte, machte ich mich mit Hilfe des Internets auf die Suche und wurde fündig.

"atregio® ist eine Marke der Städtler MediaMarketing GmbH.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Entwicklung exklusiver Produkte für eine bestimmte Stadt oder Region, da viele Bewohner einen starken Bezug zu ihrem Heimat- oder Wohnort entwickeln. Mittlerweile liegt eine breite Produktpalette bei atregio® vor, vom "Städte-Puzzle" bis zur "RegioReise". "
Zitat der Hersteller - Homepage entnommen.

Ebenso findet man auf dieser Homepage die Information, dass es bereits 22 Ausgaben dieses Spieles gibt. Mit Sicherheit findet hier so mancher Liebhaber des Klassikers seine bevorzugte Ausgabe des Spieles. Folgende Ausgaben sind also mittlerweile erhältlich:

Berlin
Bonn
Bremen
Darmstadt
Deutschland
Dortmund
Düsseldorf
Frankfurt a. Main
Freiburg (Breisgau)
Hamburg
Hannover
Heidelberg
Karlsruhe
Kiel
Köln
Lübeck
Mannheim
München
Nürnberg
Paderborn
Stuttgart
Ulm

Alle Sonderausgaben sind auch über den Shop - der auch über die Homepage http://www.atregio.de zu erreichen ist - zu einem Preis von 19,95 Euro bestell bar.

Für Fragen Lob und Kritik an den Verlag findet man im Impressum die folgenden Angaben:

Städtler MediaMarketing GmbH
Fürther Straße 33
90513 Zirndorf

Telefon: 0911 - 65 67 78 - 0
Fax: 0911 - 65 67 78 - 98
E-Mail: info@staedtler-mediamarketing.de

Ich habe dieses Spiel allerdings bei buecher.de bestellt und habe dabei ganze 5,- Euro gespart, denn dort kostet das Speie nur 14,95 Euro.

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2. Zubehör
Zu jedem Spiel gehören einige Utensilien ohne die man es gar nicht spielen könnte, so gibt es also auch bei dem hier beschriebenen Spiel einiges an Spielmaterial.

1 Spielplan
55 Ereigniskarten
16 Spielfiguren, jeweils 4 in den Farben rot, gelb, grün und blau
1 Würfel
1 Spielanleitung

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3. Aussehen des Spielplans

Der Spielplan hat vier gleichlange Seiten von ca. 44 cm - welcher zusammenlegbar ist - und ist somit ein quadratisches Spielbrett. Ähnlich wie bei "Mensch ärgere dich nicht ist der Weg im Spielfeld, allerdings mit der Besonderheit dass 12 Felder mit Bildchen von Sehenswürdigkeiten der Stadt versehen sind. Auch sind es insgesamt 8 Felder weniger als auf dem normalen Spielbrett. Ungefähr in der Mitte des Spielfeldes befindet sich die markierte Ablagefläche für die Ereigniskarten. Zusätzlich findet man in jeweils zwei Ecken auf dem Spielplan das Wappen der Stadt und das Firmenlogo des Herstellers. Der Satz "Immer schön locker bleiben" ist durch je ein Wort in den vier Ecken aufgeteilt.

Da es sich bei meinem Spiel um die Ausgabe der Stadt Köln handelt sind auf dem Spielplan die folgenden wohl vielen bekannten regionalen Sehenswürdigkeiten abgebildet

A1 Kölnarena
A2 Colonius
A3 Groß St. Martin
B1 Hohenzollernbrücke
B2 Kirche St. Severin
B3 Köln Bonn Airport
C1 Glockengasse 4711
C2 Historisches Rathaus
C3 Hauptbahnhof
D1 Dom
D2 Museum Ludwig
D3 Botanischer Garten

Da diese Ausgabe des Spieles vor der Umbenennung der Kölnarena in Lanxess - Arena im Mai 2008 produziert wurde, ist diese neue Namensgebung natürlich nicht mit berücksichtigt.



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4. Spielablauf

Ihr kennt doch alle mit Sicherheit den Spieleklassiker "Mensch ärgere dich nicht"? Das hier beschriebene Spiel funktioniert nach dem selben Prinzip. Jeder der bis zu 4 Spieler bekommt seine 4 Spielfiguren die er auf dem Spielbrett in den Startbereich der zugehörigen Farbe stellt. Nun wird reihum jeweils einmal gewürfelt um die Startposition zu ermitteln, der Spieler der die höchste Zahle gewürfelt hat fängt an. Nun darf dieser Spieler max. dreimal Würfeln um eine 6 zu bekommen, damit er mit seiner ersten Spielfigur auf den Startpunkt ziehen darf. Von dort aus zieht er dann mit mit seiner Spielfigur im Uhrzeigersinn in Richtung Zielhaus. Nach jeder 6 darf der Spieler erneut würfeln und so seine Spielfigur auf dem Spielfeld wandern lassen. Solange ein Spieler nicht alle seine Figuren aus dem Starthaus hat, gilt auf jeden Fall die Regel, dass das freimachen des Startfeldes Vorrang hat.

Nacheinander sind nun die anderen Mitspieler dran und dürfen Ihre Figur - sobald sie im Spielfeld ist - in Pfeilrichtung (Uhrzeigersinn) über das Brett wandern lassen.

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5. Spielziel

Das Ziel des Spieles ist ebenso wie bei dem altbekannten Klassiker. Es gewinnt der Spieler, der als erster seine vier Spielfiguren sicher in sein Zielhaus gebracht hat. Nachdem der erste Spieler somit alle seine Figuren im Ziel hat, können die restlichen Spieler entscheiden ob das Spiel an dieser Stelle beendet ist oder ob man noch um den 2. und 3. Platz spielt.

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6. Besonderheiten im Spiel

Wie bereits erwähnt unterscheidet sich dieses Spiel durch die Ereigniskarten gegenüber dem Klassiker "Mensch ärgere dich nicht". Sobald ein Spieler auf ein Feld im Spiel kommt, dass bereits von einem anderen Spieler besetzt ist, so muss der Getroffene eine Karte vom Stapel der Ereigniskarten ziehen und diese laut vorlesen. Anschließend ist je nach Aufforderung der Karte die Aktion auszuführen. Diese Aktion kann aber auch andere Mitspieler betreffen. So kann es unter Umständen passieren, dass nicht der Getroffene Spieler eine Aktion ausführen muss, sondern der "Angreifer" betroffen ist.

Mögliche Aktionen sind zum Beispiel, dass beide Spieler zurück in ihr Starthaus müssen, einer der Spieler auf eine Stadtrundfahrt geht oder einer der Spieler vorrücken darf. Als besonderes Bonbon gibt es auch die Glückskarte, mit dieser darf einer der beiden der Spieler mit einer seiner Figuren auf ein beliebiges Feld im Zielhaus gehen.

Passiert es das man bei einer dieser Aktionen auf ein Feld gelangt welches bereits besetzt ist, so muss der dort getroffenen Spieler zurück in sein Starthaus, denn die Aktion der Karte geht vor.

Durch diese Aktionen der Ereigniskarten kann man das Glück haben eine bessere Position im Spiel zu erlangen, aber genau so kann man das Pech haben im Spiel zurückzufallen. Denn es kann passieren, dass man durch die genannte Aktion an seinem Zielhaus vorbei ziehen muss.

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7. Meine Erfahrung

Wie anfangs schon erwähnt bin ich eigentlich eher zufällig auf dieses Spiel gestoßen, aber der Zusatz Köln sowie das Erwähnen der Ereigniskarten in der Kurzbeschreibung machten mich extrem neugierig. Somit wurde dieses Spiel also ohne großes Zögern bestellt. Bereits wenige Tage später kam das Paket mit dem Spiel auch schon bei mir an und wurde auch sofort in Augenschein genommen. Das erste was mir auffiel waren die Größen des Spielplanes und der Spielfiguren. Nun wusste ich also wofür das XXL steht. Der Spielplan ist mit knapp 44 x 44 cm ein Stück größer als der altbekannte Spielplan des Klassikers und auch die Spielfiguren haben mit rund 4 cm Höhe einen enormen Vorsprung zu den kleinen Figuren. Diese Größe hat somit auch den Vorteil, dass selbst kleinere Kinder und vor allem auch Senioren keine großen Probleme beim Greifen und Weiterstellen dieser Figuren haben.

An dem der Lieferung folgenden Wochenende - was ja schon vor der Tür lag - wurde also die erste Runde des "neuen" Mensch Ärgere Dich Nicht - Spiels eigeläutet. Die Kinder waren zwar am Anfang nicht so erbaut so ein langweiliges Spiel zu spielen, ließen sich aber dennoch überreden sich das Spiel zumindest mal eine Runde mit anzuschauen.

Nachdem nun also feststand wer bei und das Spiel beginnen durfte, ging es also los. Es wurde gewürfelt was das Zeug hält und man setzte je nach Wurf seine Spielfigur aus dem Starthaus oder eben auf dem Spielfeld weiter. Natürlich immer die anderen Spielfiguren im Blick, denn man wollte ja die Gegenspieler daran hindern zuerst ins Ziel zu gelangen. So kam es dann auch schon bald zum ersten "Zusammenstoß" auf dem Spielbrett. Und ab jetzt wurden die Kinder auch viel Aufmerksamer, denn nun kamen ja die Ereigniskarten erstmalig zum Einsatz. Der getroffene Spieler zog also eine von dem Stapel und las laut vor, was darauf angegeben war und hatte sogar ein riesen Glück. Die Karte schickte ihn zu einer der Sehenswürdigkeiten auf dem Spielfeld und dieses brachte ihm seinem Zielhaus ein ganzes Stück näher.

So kam es nach und nach zu vielen Begegnungen dieser Art auf dem Spielbrett und mal durfte einer der Spieler mal auf dem Plan eine bessere Position einnehmen mal war es aber auch zum Nachteil der Spieler was die Ereigniskarte so vorgab. Allerdings war jetzt bei den Kindern das Interesse an diesem Spiel geweckt und sie fieberten sehr auf die passenden Augenzahlen um einen anderen Spieler zum Zug einer Karte zu bringen. Seltsamerweise hatten sie es in den meisten Fällen auf mich angelegt und sie freuten sich diebisch, wenn ich durch ein Ereignis wieder weiter von meinem Zielhaus entfernt war. Auch war ich ein gern genommenes Opfer, wenn ich schon unmittelbar vor meinem Zielhaus stand. Die Kinder ließen sogar teilweise Figuren die sich sehr nah hinter meiner befanden stehen und nutzen andere, nur um mich vielleicht doch noch in eine schlechtere Position zu befördern. Die Ereignisse auf den Karten sorgten somit für einen unvorhersehbaren Ablauf des Spiels. Es wurde gekichert, wenn wieder einmal ein Gegenspieler zurückfiel und es wurde etwas gemeckert wenn man selber betroffen war. Nach etwa 45 - 50 Minuten waren dann aber doch die ersten drei Spieler komplett in ihrem Zielhaus angekommen und somit stand die Reihenfolge der Gewinner fest. Die Kinder hatten nun Feuer gefangen und es wurde direkt eine neue Runde gestartet.

Mittlerweile ist dieses Spiel seit knapp 2,5 Wochen in unserem besitz und wir haben das Spiel bereits mehrfach - mal mit voller Besetzung, mal nur zu zweit oder zu dritt - gespielt. Jedoch langweilig ist es bis jetzt keineswegs, weder für die Kinder noch für uns Erwachsene. Die Kinder finden diese Abwandlung durch die Ereigniskarten sogar total genial, denn so fliegt man nicht direkt raus wenn man durch einen Mitspieler getroffen wird und es kann ja eben auch für diesen zum Nachteil sein. Was die Vergabe der Sterne angeht sind wir uns hier alle einig: Volle 5 Sterne für dieses neue alte Brettspiel!

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8. Infos zur Herkunft des Spielklassikers

Die folgenden Informationen zu diesem recht alten und begehrten Familienklassiker habe ich der Seite wikipedia.de entnommen:

Das Spiel geht zurück auf ein altes indisches Spiel namens Pachisi, das bis heute bekannt ist. Es ist weiterhin verbreitet auf Sri Lanka (pahada kolya), Malaysia (dhola), in Burma (pasit, chwe-pyit-thi oder ansah-pyit-thi), im Iran (pachis) und in Arabischen Ländern (parchis). Durch die Mauren ist es schließlich über Spanien nach Europa gelangt. An orientalischen Höfen wurde es bisweilen mit Bediensteten als Figuren auf entsprechend großen Spielfeldern gespielt.

In seiner heutigen Form wurde es in den Wintermonaten 1907/1908 von Josef Friedrich Schmidt (Schmidt Spiele) in Anlehnung an das englische Spiel Ludo in München in einer Werkstatt im Stadtteil Giesing erfunden. Das 1910 erstmals erschienene und dann seit 1914 in Serie produzierte Spiel gilt als populärstes Gesellschaftsspiel Deutschlands. Im Gegensatz zum Vorbild Ludo ließ Schmidt in den Regeln alle taktischen und strategischen Variationen beiseite. Auch die Symbolik des Ursprungsspieles Pachisi oder des Mitte des 19. Jahrhunderts entstandenen Eile mit Weile fiel gänzlich weg.

Die Regeln des Klassikers haben sich im Wesentlichen seit 1914 nicht verändert, obwohl es mittlerweile unterschiedliche Spielvarianten (siehe z. B. Nichts als Ärger, Schmutz oder auch Teufelsrad) gibt. Während das Spiel in den ersten Jahren nicht sonderlich erfolgreich war, schaffte es im Ersten Weltkrieg den Durchbruch. Josef Friedrich Schmidt schickte 3000 Spiele an Lazarette, damit sich die Soldaten die Langeweile vertreiben konnten. Die Taktik ging auf: Durch Mundpropaganda gelang es, bis 1920 eine Million Spiele zum Preis von 35 Pfennigen zu verkaufen.

Bis heute wurden mehr als 70 Millionen Exemplare des Spiels verkauft, zurzeit etwa 100.000 Exemplare jährlich. Mittlerweile hat sich dieses weit verbreitete Gesellschaftsspiel auch in Turnierform etabliert

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